Dienstag, 8. März 2011

Der Winter schlägt zurück

Nach längerer Pause. erzwungen durch  Schweinegrippe wie wir vermuten oder sogar schlimmer :) gibt es nun einiges nachzuholen. Nachdem ich im letzten Beitrag von unserem Besuch im Zoo und den ersten warmen Tagen berichtet hab, schlug kurz darauf der Winter (Achtung Wortspiel!) eiskalt zurück.


Diesmal hielt sich glücklicherweise das Chaos in Grenzen, da es morgens so warm wurde, dass der Schnee wieder schmolz. Am Wochenende war es dann sogar wieder so warm, dass wir im Pulli auf die Driving Ranch fahren konnten um uns im illustren Golfsport (der hier überhaupt nichts illustres ist, da unheimlich günstig) auszutoben. Hier ein Bild eines meiner grandiosesten Abschläge, man beachte die Grazie! Der Ball flog und flog und bei dem Aufschlag in mindestens drei Metern Entfernung konnte man sogar etwas Staub aufwirbeln sehen wenn man genau hingeschaut hat!



Nachdem das Wetter wieder mitspielt haben wir am Sonntag dann noch Lake Harris erkundet, der direkt hier in der Nähe liegt. Es ist ein netter kleiner See, der Landschaftlich schön gelegen ist. Hier ein Bild von halber Höhe, natürlich führt die Straße direkt bis an den Steg. Natürlich haben wir auch das Schild beachtet und sind besser nicht nach vorne an die Klippe getreten um zu sehen dass es ganz schön tief und steil nach unten geht und das Schild dort zurecht steht.


Das schöne an Lake Harris ist die Anfahrt über einen unbefestigsten Weg direkt durch die rote eisenhaltige Erde Alabams führt. Bei schönem Wetter ist es ein toller Kontrast zwischen blauem Himmel, roter Erde und gelbem Steppengras. Hier ein Bild von der Rückfahrt, demnächst folgen weitere Beiträge von unserem Strandbesuch und New Orleans Wochenende.

Montag, 31. Januar 2011

Der Frühling kommt nach Alabama!

Diesen Samstag hatten wir einen wunderschönen Frühlingstag mit 22° Celsius und wolkenlosem blauen Himmel. Wir haben das Wetter genutzt und sind in den Zoo nach Birmingham aufgebrochen. In der Sonne war es mit langer Hose schon fast zu warm. Der Zoo selbst war teils nett gemacht, es gab aber auch viele ältere Bereiche in denen man Mitleid mit den Tieren hatte die in kleinen Käfigen umgeben von bemaltem Beton untergebracht waren. Die neuen Bereiche waren zum Glück tierfreundlicher gestaltet. Der Zoo war dieses Wochenende gut besucht, kein wunder bei dem schönen Wetter. Dieser lustige Papagei begrüßt die Besucher am Eingang des Zoos.


Am Ausgang des Zoos lief eine Truppe grauer Vögel durch die Gegend (welche es genau waren kann ich nicht sagen). Während sie zuckend über die Wiese liefen, gaben sie lustige gurr-Töne von sich. Hier sind sie:

 

Nach dem Zoobesuch ging es zurück nach Stone Creek, wo bereits der Rest der Truppe mit einem neuen Grill auf uns wartete. Beim anfeuern mussten wir festgestellen, dass die Kohle hier bereits mit einem Anzünder getränkt war. Nichts ahnend haben wir natürlich ordentlich Anzünder zugegeben, so hatten wir di ersten 10 Minuten erstmal ein Lagerfeuer.



Nachdem der Grill gerade bereit war, wurde uns durch den Security-Service unserer Wohnanlage mitgeteilt, dass Grillen nur auf dem Parkplatz erlaubt ist, nicht auf dem Balkon, das ist wohl Gesetz in Alabama. Also wurde der Grill umgezogen und es ging weiter. Das Warten hat sich aber gelohnt, wir hatten leckere Steaks, medium gegrillt. Nach dem Essen ging es dann noch in den Uni-Bezirk nach Tuscaloosa. Dort waren wir in einer Bar mit Live-Band sowie einem Dancefloor. Es war ein netter Abend, auch wenn er abrupt um 01.40 Uhr endete, da um 02.00 Uhr alles schließt und bis dahin auch gefälligst jeder draussen zu sein hat. Schon lustig wenn auf einmal eine Reihe von Security-Menschen die Leute ins Freie schieben, zumal zu einer für unsere Verhältnisse frühe Zeit. Nichts desto trotz ein schöner Tag, hoffentlich kommt die Wärme bald wieder, bis Donnerstag soll es erstmal wieder auf 0° abkühlen. Vielleicht kommen ja nochmal Schneechaos-Bilder, ich könnt allerdings darauf verzichten.

Dienstag, 18. Januar 2011

Roadtrip durch die Südstaaten

Dieses Wochenende war bei uns ein verlängertes Wochenende. Am Montag war Martin Luther King Day und so hatten wir einen Feiertag, der uns die Gelegenheit gab eine größere Tour zu unternehmen.
Unsere Reise began in Huntsville, wo wir das U.S. Rocket Center besuchten. Das Museum beherbergt eine ganze Reihe interessanter Exponate der Raumfahrt unter anderem viele Stücke des Mondprogramms unter Wernher von Braun.



Während in Huntsville noch relativ viel Schnee lag wurde es auf dem Weg zu unserem nächsten Zwischenstop in Lynchburg deutlich besser. In Lynchburg besichtigten wir die Jack Daniels Destillerie. Die Tour führte von der Quelle aus der das Wasser stammt durch die gesammte Brennerei bis in die Lagerhäuser in denen der Whiskey reift. Die Tour war toll gestaltet, leider konnten wir nichts probieren, da Moore County in dem Lynchburg liegt ein Dry County ist, der Alkoholkonsum und Verkauf ist hier sehr strikt geregelt.


Nach einem Abstecher in das historische Zentrum von Lynchburg ging es zurück auf den Highway in Richtung Nashville. Dort kamen wir Abends in unserem Hotel an und machten uns auf den Weg in die Stadt. Bei einem Zwischenstop am Cumberland River hatten wir einen tollen Ausblick auf die Skyline bei Nacht.



Danach erkundeten wir den Boulevard und die Second Street, hier gibt es sehr viele Bars mit Live-Musik. Wir haben es uns zunächst auf dem Boulevard bei Country-Musik bequem gemacht und sind dann zu Rock weitergezogen in die Second Street. Erstaunlich ist, auf was für einen kleinen Bereich sich der touristische Teil der Städte in denen wir bislang waren konzentrieren. In Nashville haben wir mit den beiden Straßen schon fast die Hälfte der interessanten Punkte gesehen.



Nachdem wir uns am nächsten Tag im Waffle House mit Rührei, Speck und Waffeln (wer hätt's gedacht) gestärkt haben, ging die Reise weiter nach Memphis. Da wir diesmal kein Zwischenziel hatten, kamen wir bereits um 16 Uhr dort an und konnten die Stadt noch bei Tageslicht erkunden. Auch hier konzentrierte sich die Downtown auf ca. sieben Häuserblocks. Teilweise waren wir alleine in den Häuserfluchten unterwegs, es scheinen nicht viele Touristen um diese Jahreszeit unterwegs zu sein. Pünktlich zum Einbruch der Dämmerung erreichten wir die Bealestreet, die für ihre Bars und Clubs bekannt ist. Nach einer Stärkung bei Hooters sind wir auf zwei Bier in einem Jazz-Club eingekehrt, wo gerade eine Big Band spielte. Anschließend ging es weiter in den BB King Club, wo Blues gespielt wurde. Es war ein schöner relaxter Abend, der auch nötig war, da wir am Montag bereits um 6 Uhr aufstehen wollten.
Das frühe Aufstehen hatte einen Grund. Bereits am Sonntag wollten wir uns Graceland anschauen, waren aber zu geizig 31 Dollar für eine simple Tour durch das Elvis-Haus zu zahlen. Wir haben allerdings den Tip bekommen, dass wir früh morgens zwischen 7.30 Uhr und 8.30 Uhr umsonst auf das Gelände kommen und uns das Grab anschauen können. Also standen wir Punkt 7.30 Uhr vor dem Tor und waren die ersten (und ausser einem Kanadier die einzigen) die bei Nieselregen den Hügel vorbei an einer überlebensgroßen Grippe Richtung Haus und Grab erklommen. Der Besuch war interessant aber sicher keine 31 Dollar wert gewesen.



Nachdem unser Reiseführer ansonsten keine Ziele mehr enthielt, die wir nicht schon gesehen hatten, haben wir uns im Anschluss auf den Heimweg gemacht. Dabei haben wir einen Umweg über den Natchez Trace Parkway genommen, eine landschaftliche sehr schöne Strasse entlang eines alten Postweges von Nashville nach Jackson.



Unsere 60 Meilen auf der insgesamt über 300 Meilen langen Straße haben uns aus dem Regen in die Sonne geführt. Man sieht, dass hier langsam die Natur in den Frühling übergeht, das grün beginnt zuzunehmen. Auf der Strecke haben wir zum ersten Mal tolle Landschaften erlebt, insbesondere die schwarze Prärie war etwas wirklich neues. Nach drei langen Tagen kamen wir dann gestern Nachmittag bei wunderbaren 19 Grad in Tuscaloosa an. Wir haben viel gesehen und bereits neue Pläne für weitere Trips geschmidet :)

Eine Sammlung mit Bildern unseres Trips findet Ihr hier!

Mittwoch, 12. Januar 2011

Light my fire!

Die Kälte hier in Alabama dauert an, ja erreicht sogar neue Höchst- bzw. Tiefstwerte. Am Montag waren die Straßen tatsächlich Zentimeterdick mit Eis bedeckt. Hier wo ich wohne ging es noch einigermaßen, aber Richtung Birmingham wo das Werk liegt, wurde es schlimmer. Das Werk hatte demzufolge am Montag geschlossen. Aus dem Haus kam man aber auch nicht, da erstens die Autos hier mit Sommerreifen nicht voran kommen und zweitens die Versicherung nicht für entstehende Schäden aufkommt wenn man bei diesem Wetter fährt. Also hab ich es mir auf dem Sofa gemütlich gemacht und mit Begeisterung die Berichte im Fernsehen angeschaut. Hier Bilder vor meinem Haus.



Die Straßen waren sämtlich gesperrt und auf jedem Kanal liefen Sondersendungen in denen begeister Wettermänner in den Straßen von Tuscaloosa und Birmingham zu sehen waren, die sich kaum eingekriegt haben, da ein ganzer Inch (2,5cm) Schnee gefallen war. Ich will damit nicht sagen, dass hier übertrieben wird, auf den Straßen war es tatsächlich sehr gefährlich und bei dem Glatteis hätten auch Winterreifen nichts gebracht aber es ist schon interessant mitzuerleben, welche Begeisterung hier ausbricht. Gleichzeitig herrschte aber auch eine gewisse Panik vor, als schneegewohnter Süddeutscher war es auch eine einmalige Erfahrung Freitag Abend die Menschen beim einkaufen im Walmart zu beobachten, man konnte durchaus meinen, die Apokalypse steht kurz bevor.
Das Eis ist mittlerweile verschwunden, die Sonnenstrahlen haben es Mittags geschmolzen. Heute hätten sie das aber nicht mehr geschafft, wir haben nun permanent unter 0° und das soll auch erstmal so bleiben. Und das obwohl hier 58° Fahrenheit (14,5°) der Mittelwert im Januar ist. Also hab ich vorhin einen Zwischenstopp im Supermarkt eingelegt und erstmal Streichhölzer besorgt, nun bin ich in der Lage meinen gasbetriebenen Kamin zu befeuern. Hier ein kleines Bild meines lauschigen Kamins in Aktion.

Sonntag, 9. Januar 2011

Eisregen

Heute hat sich hier tatsächlich der Winter breit gemacht und das nachdem wir vorgestern noch herrliche 18 Grad hatten. Zunächst hat es geschneit, dann kamen Eiskügelchen (Weder Graupel noch Hagel) vom Himmel gefallen. Mittlerweile ist das ganze in Eisregen übergegangen. Ich bin gespannt wie es morgen früh aussieht. Ich habe eine im Werk eine Nummer erhalten, über die ich mich erkundigen kann, ob das Werk morgen überhaupt offen hat. Aktuell kommen Warnungen im Fernsehen, dass man das Auto nicht benutzen soll. Da es einen eigenen Wetterkanal für Tuscaloosa mit Live-Bildern von Webcams in und um die ganze Stadt herum gibt, kann man sich ein ganz gutes Bild über die Verkehrssituation machen. Anbei findet Ihr ein Bild das ich zu Beginn des Regens aufgenommen habe.

Birmingham

Gestern haben wir uns zu viert nach Birmingham aufgemacht. Zuerst waren wir in der größten Mall der Südstaaten, der Riverchase Galleria.


Das Einkaufszentrum ist unglaublich groß und es gibt einfach alles. Es fährt sogar eine kleine Zuglinie für Kinder durch die Hallen. Das Bild zeigt den zentralen Platz. Nachdem es dunkel wurde sind wir dann weitergefahren und haben uns einen kleinen Nachbau der Freiheitsstatue angeschaut. Nett an der Statue ist, das permanent eine Gasflamme in der Fackel brennt.


Anschließend hatten wir den verwegenen Plan eine Bar wiederzufinden, in der ich im Juli bereits war. Damals bin ich Nachts auf den Rücksitzen eines Autos mitgefahren. Die Chancen die Bar in der größten Stadt Alabams wiederzufinden (5 Millionen Einwohner) waren also relativ gering. Ich wußte noch, dass es in der Nähe einer Statue war (Vulcan) und neben einer englischen Kirche lag. Wir sind dann einfach mal blind darauf losgefahen. Irgendwann haben wir dann tatsächlich die Statue auf dem Berg über uns thronen gesehen und was soll ich sagen, wir haben es tatsächlich gefunden! Wir konnten es kaum glauben. Da wir zuerst etwas essen wollten sind wir zunächst an der Bar vorbeigelaufen und in das nächstbeste Restaurant gesehen, das in der Nähe war. Am Ende hat es sich als großer Glücksgriff herausgestellt. Wir waren in Nicki's B b q, das Restaurant ist in einem alten Ziegelgebäude und bereitet Steak etc. auf einem Grill zu, der mit Nussbaum geheizt wird. Ich habe mich für geräucherte und gebratene Rinderbrust entschieden (20h in Nussbaum geräuchert). Es war mit das beste was ich je gegessen habe, eine wahre Geschmacksexplosion auf der Zunge. Wir haben alle beschlossen, bald wiederzukommen, zumal die Preise sehr günstig waren.


Anschließend ging es ins Blue Monkey, einer lauschigen Bar ebenfalls in einem alten Ziegelbau. Das Gebäude ist sehr schmal aber unglaublich lang. Insgesamt gibt es fünf Räume, alle durch einen langen Korridor verbunden. Ein Raum besitzt einen Kamin, im letzten Raum sitzt ein Pianist am Flügel. Wir hatten den perfekten Ort gefunden, um den Abend ausklingen zu lassen.

Donnerstag, 6. Januar 2011

Die ersten drei Tage

Nachdem es gestern einen Großteil des Tages geregnet hat, hatten wir heute wieder typisches Alabama Wetter mit strahlend blauem Himmel und hellem Sonnenschein. Die Sonne geht morgens um circa 6 Uhr auf und Abends gegen 17.30 Uhr unter, sie scheint also etwas länger als aktuell in Deutschland :). Wir haben herrliche Sonnenauf- und -untergänge, sie dauern zudem recht lange an. Zusammen mit der Landschaft - trockene gelbe Rasenflächen (sie werden erst im Frühling grün, um dann im Sommer wieder zu vertrocknen), rote Erde - ein tolles Bild. Es lässt sich also aushalten.
Der erste Einkauf im Supermarkt hat mich dann doch etwas überrascht, Lebensmittel sind im Vergleich zu Deutschland deutlich teurer, zumindest wenn man Wert auf Frische legt. Fast Food und Tiefkühlkost sind billig, aber Gemüse, Obst, Käse, Fleisch etc. sind in vielen Fällen doppelt so teuer wie bei uns. Das frische Sandwich das ich mir am ersten Abend gemacht hab wir wohl nicht viele Nachfolger haben, es waren sicher 9 Dollar die dafür drauf gingen. Ich bin also schnell dazu übergegangen Abends essen zu gehen, hier lässt sich dann auch wieder der Salat bezahlen.
Eine andere interssante Sache - die ich bereits von meiner Kurzvisite hier im Juli wusste - ist, dass das Leitungswasser hier gechlort wird und das nicht knapp. Lustig wird es, wenn die Cola auf einmal eine Note von Chlor mitbringt, dann weiß man, dass die Eiswürfel aus Leitungswasser bestehen, zum Glück passiert das nicht so oft. Mittlerweile hab ich mich an den Chlorgeruch beim Duschen gewöhnt, lustiger Nebeneffekt: meine Haare werden heller, vielleicht erkennt Ihr mich ja bei der Rückkehr gar nicht wieder.
Die Arbeit selbst ist toll und macht sehr viel Spaß, zudem hab ich super Kollegen. Es ist schon faszinierend die Geburt eines Autos von dem ersten Teil an zu erleben. Ich habe bereits viele Tipps für Ausflüge bekommen und wir werden sicher einiges unternehmen, dann gibt's auch endlich Fotos von der Gegend, bis jetzt kam ich noch nicht zum Fotografieren. Bis dahin, macht's gut!

Dienstag, 4. Januar 2011

Die Ankunft

Frohen Mutes spaziere ich um 8.20 Uhr an den Schalter von Delta, mit einem ausreichenden Zeitpuffer bis zum Start um 10.50 Uhr. Nachdem die Formalitäten erledigt sind, die erste gute Nachricht des Tages "Wissen Sie, es gab da einen technischen Defekt...". Ihr ahnt schon, Sätze die so anfangen enden selten gut. Nun es stellte sich heraus, dass die vorgesehene Maschine bereits in Atlanta vor dem Start nach Deutschland einen Defekt hatte und ausgetauscht wurde, der Start in Stuttgart verschob sich so auf 12 Uhr. "Ach und ich sehe sie hatten eine Sitzplatzreservierung für einen sehr schönen Platz, also...". Nuja, nach vier geschlagenen 4 Stunden am wunderschönen Flughafen Stuttgart habe ich dann auf meinem neuen Platz den Flug angetreten, er war zwar nicht am Fenster, aber ich konnte immerhin meine Füße ausstrecken, was viel wert war.Nach der Ankunft in Atlanta und dem passieren von unendlichen Sicherheitschecks stand ich dann am AVIS-Schalter um meinen Mietwagen abzuholen. Wir haben uns prächtig unterhalten, so circa 30 Minuten. Und nach dem Teamwork des halben Schalterpersonals hatte ich dann auch nach zwei fehlerhaften Verträgen meine Papiere und mein Auto. Die Fahrt konnte beginnen, gemeinsam mit Philip, einem weiteren Trainee der aus Frankfurt angeflogen kam, machten wir uns über die Highways auf nach Tuscaloosa. Nach einem Zwischenstopp bei Walmart hatten wir die Grundausstattung für den ersten Tag und erreichten nach fast 24h Reise gegen 23 Uhr Ortszeit unsere Apartmentsiedlung Stone Creek. Ich folgte der per Mail erhaltenen Anleitung zu meiner Wohnung und war froh sie beleuchtet zu sehen, es scheint alles mit der Vorbereitung geklappt zu haben.


Denkste: die Wohnung war bereit, die Papiere lagen auf dem Tresen im Wohnzimmer inklusive Schlüssel wie versprochen. Was mich von den Unterlagen trennte war eine verschlossene Tür, die eigentlich offen sein sollte. Also ab zum Auto, Papiere raussuchen, Office anrufen.


Nach etlichen Telefonaten (Oli ruft Office an, Office ruft Manager an, Oli ruft erneut Office an, Office ruft Mitarbeiterin vor Ort an) kam eine nette Dame die meinte, sie könne mir schon aufschließen, müsse aber das ok vom Manager bekommen. Mit den Worten "I'll try to reach the manager" entschwand sie mit ihrem Auto. Meine Zuversicht hielt sich in Grenzen, da das Office den Manager zuvor ebenfalls nicht erreicht hat. Aber immerhin kam sie nach 10 Minuten wieder und hatte die Idee an die verschlossene Türe zu klopfen und danach doch aufzuschließen, sie glich die ausliegenden Papiere mit meinem Pass ab und verabschiedete sich. Ich war froh angekommen zu sein und ziemlich k.o.. Die Wohnung entschädigte dafür alle strapazen, sie ist sehr nett eingerichtet und unheimlich großzügig. Ich kann mich Abends zwischen zwei Doppelbetten und morgens zwischen zwei Bädern entscheiden :). Hier findet Ihr noch zwei Bilder die einen ersten Eindruck vermitteln, damit endet mein erster Tag in den USA.

Sonntag, 2. Januar 2011

noch 16 Stunden

Die Koffer sind gepackt (zumindest fast), morgen früh um 10 Uhr hebt das Flugzeug ab in Richtung Atlanta. Nach weiteren drei Stunden Autofahrt werde ich dann an meinem Ziel Stone Creek in Tuscaloosa ankommen.

In diesem Blog findet Ihr ab morgen Neuigkeiten sowie das ein oder andere Bild meines dreimonatigen Aufenthalts in Alabama.