Dienstag, 4. Januar 2011

Die Ankunft

Frohen Mutes spaziere ich um 8.20 Uhr an den Schalter von Delta, mit einem ausreichenden Zeitpuffer bis zum Start um 10.50 Uhr. Nachdem die Formalitäten erledigt sind, die erste gute Nachricht des Tages "Wissen Sie, es gab da einen technischen Defekt...". Ihr ahnt schon, Sätze die so anfangen enden selten gut. Nun es stellte sich heraus, dass die vorgesehene Maschine bereits in Atlanta vor dem Start nach Deutschland einen Defekt hatte und ausgetauscht wurde, der Start in Stuttgart verschob sich so auf 12 Uhr. "Ach und ich sehe sie hatten eine Sitzplatzreservierung für einen sehr schönen Platz, also...". Nuja, nach vier geschlagenen 4 Stunden am wunderschönen Flughafen Stuttgart habe ich dann auf meinem neuen Platz den Flug angetreten, er war zwar nicht am Fenster, aber ich konnte immerhin meine Füße ausstrecken, was viel wert war.Nach der Ankunft in Atlanta und dem passieren von unendlichen Sicherheitschecks stand ich dann am AVIS-Schalter um meinen Mietwagen abzuholen. Wir haben uns prächtig unterhalten, so circa 30 Minuten. Und nach dem Teamwork des halben Schalterpersonals hatte ich dann auch nach zwei fehlerhaften Verträgen meine Papiere und mein Auto. Die Fahrt konnte beginnen, gemeinsam mit Philip, einem weiteren Trainee der aus Frankfurt angeflogen kam, machten wir uns über die Highways auf nach Tuscaloosa. Nach einem Zwischenstopp bei Walmart hatten wir die Grundausstattung für den ersten Tag und erreichten nach fast 24h Reise gegen 23 Uhr Ortszeit unsere Apartmentsiedlung Stone Creek. Ich folgte der per Mail erhaltenen Anleitung zu meiner Wohnung und war froh sie beleuchtet zu sehen, es scheint alles mit der Vorbereitung geklappt zu haben.


Denkste: die Wohnung war bereit, die Papiere lagen auf dem Tresen im Wohnzimmer inklusive Schlüssel wie versprochen. Was mich von den Unterlagen trennte war eine verschlossene Tür, die eigentlich offen sein sollte. Also ab zum Auto, Papiere raussuchen, Office anrufen.


Nach etlichen Telefonaten (Oli ruft Office an, Office ruft Manager an, Oli ruft erneut Office an, Office ruft Mitarbeiterin vor Ort an) kam eine nette Dame die meinte, sie könne mir schon aufschließen, müsse aber das ok vom Manager bekommen. Mit den Worten "I'll try to reach the manager" entschwand sie mit ihrem Auto. Meine Zuversicht hielt sich in Grenzen, da das Office den Manager zuvor ebenfalls nicht erreicht hat. Aber immerhin kam sie nach 10 Minuten wieder und hatte die Idee an die verschlossene Türe zu klopfen und danach doch aufzuschließen, sie glich die ausliegenden Papiere mit meinem Pass ab und verabschiedete sich. Ich war froh angekommen zu sein und ziemlich k.o.. Die Wohnung entschädigte dafür alle strapazen, sie ist sehr nett eingerichtet und unheimlich großzügig. Ich kann mich Abends zwischen zwei Doppelbetten und morgens zwischen zwei Bädern entscheiden :). Hier findet Ihr noch zwei Bilder die einen ersten Eindruck vermitteln, damit endet mein erster Tag in den USA.

3 Kommentare:

  1. Hi Oli,

    na da hattest du ja eine aufregende Reise. Aber solang du heil angekommen bist ist ja alles bestens. Und du hast also sogar noch ein Gästebett... Dann steht einem Besuch bei dir ja gar nichts im Wege :-))))

    Liebe Grüße Marc

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  2. Ja, ein Abenteuer! Aber nette Wohnung! Grüße auch von Jule!

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  3. Ohje, Du Armer! Lesen tut es sich ja echt lustig, weil sich nach einer typischen Reise-Komödie aus Hollywood anhört, aber sowas selbst zu erleben, stell ich mir einfach nur nervig vor!
    Freut mich, dass im Endeffekt doch alles geklappt hat und Du gut angekommen bist.
    Liebe Grüße aus den USA in die USA
    Sebastian

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